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Westlich der frühchristlichen und nach dem Heiligen Columba benannte Siedlung
Glencolumbkille liegt die malerische Glen Bay (1). Die Küstenlinie an der Nordseite ist sehr abschüssig, doch gutes Angeln ist von den flacher verlaufenden Felsen im Süden möglich. Spinnfischen bringt hier Makrele, Pollack, Meerforelle und manchmal Hornhecht, auf sandigem und etwa sechs Meter tiefem Grund werden Flunder, Kliesche und manchmal Rochen gefangen.
Rathlin O’Beirne Island (2) in der nördlichsten Ecke von Doneal hat Angelgeschichte geschrieben. Dort fing der Charterboot-Skipper Adrian Molloy am 5. Oktober 2001 einen 440 kg schweren Roten Thunfisch. Der Fisch nahm einen künstlichen Schleppköder und brach den im Jahr zuvor aufgestellten Rekord von 240 kg. Seitdem wurden mehrere über 200 kg schwere Fische in dem Gebiet gefangen. Aber auch das übliche Bootsangeln ist dort von hoher Qualität mit bis zu 9,5 kg schweren Leng und Dorsch sowie Pollack bis 4,5 kg und Lippfisch bis 2,5 kg, um nur einige der Arten zu nennen,
Zwischen Malin Beg und Rossarrell Point liegt der schöne Strand von Trabane (3) mit seinem rein weißen Sand und zwei Wasserfällen, die sich ins Meer ergießen. Dort sind Flundern äußerst zahlreich und können mit kleinen Sandaalen oder Krabben gefangen werden. Katzenhaie sind ebenfalls verbreitet und werden an diesen Ködern nachts gefangen. Im Sommer bringen Makrelen den Spinnfischern viel Spaß. Bootsangler fangen etwas weiter draußen Kliesche, Rochen und Steinbutt. Beste Zeit ist zwei Stunden vor und nach der Flut.
Die einem Ford ähnelnde Teelin Bay (4) liegt 16 km weiter östlich. Auf dem Weg dorthin kommt man in Slieve League an einigen der höchsten Klippen Irlands vorbei. In der westlichen Ecke der Bucht kann vom Pier aus auf Kliesche, Flunder, Köhler, Makrele und Katzenhaie geangelt werden. Dort wurden nachts aber auch schon kapitale Conger mit bis zu 25 kg gefangen. An der Seeseite des Piers beißen in dem 25 Meter tiefen Wasser Pollack bis 4 kg und Dorsch bis 3 kg.
Kleine Boote können neben dem Pier geslipt werden für das Angeln unter den Klippen auf Dorsch, Pollack, Makrele, Köhler, Knurrhahn und Plattfisch. In manchen Jahren kommen auch Wittling und Schellfisch in großer Zahl vor.
Teelin war für viele Jahre Heimathafen für Charterboote. Es ist überdies der kürzeste Weg zu den Thunfischgründen von Rathlin O’Beirne. Das übliche Bootsangeln ist hier hervorragend, vor allem an einem großen Riff, das die einheimischen Berufsfischer “Big Fast” getauft haben: Sicherlich eine Referenz an die vielen Schleppnetze, die hier im Lauf der Jahre verloren gegangen sind. Dort ist das Knowl ein felsiges Gebiet mit den Ausmaßen eins Fußballstadions. Es steigt aus einer Tiefe von 80 Metern bis auf knapp 50 Meter empor. Hier werden oft Pollack und Köhler bis 5 kg gefangen sowie Dorsch bis 9 kg, Leng bis 11 kg und Conger bis 18 kg. Am Riff wird mit auch künstlichen Ködern geangelt, die mit Fischstückchen attraktiver gemacht werden. Besonders fängig sind leuchtende „Devil Rigs“ und verchromte Pilker, aber auch Gummifische fangen gut.
Etwa 5 km südöstlich von Teelin kann am Muckros Head (5) ist Spinnangeln auf Pollack, Makrele und Köhler erfolgreich. Posenangeln mit Krabbe als Köder von einer der vielen natürlichen Steinplattformen bringt Lippfisch. In der östlichen Ecke von Muckros Head liegt der kleine Stand Tralore (6). Dort kann geangelt werden auf Katzenhai und Kliesche; manchmal beißen auch Scholle und Steinbutt. An einem kleinen Pier im Süden der Bucht stellen sich immer wieder Köhler, Pollack, sowie Gefleckter und Schwarzäugiger Lippfisch ein.
Etwa 4 km östlich von Muckros befindet sich in Shalway ein weiteres kleines Kai. Dort lassen sich bei Flut mit dem Schwimmer viele kleine Köhler fangen. Klieschen und Flunder stehen etwa 55 Meter weit draußen über sandigem Grund.
Etwa 5 km außerhalb von Killybegs liegt unterhalb der Straße R263 der bei Urlaubern beliebte Strand Fintragh (8). Vom Parkplatz dort ist es nur ein kurzer Fußmarsch durch die Dünen zum Strand. Im Sommer kann am Fintragh wegen der vielen Menschen tagsüber nicht geangelt werden. Nachts bringt das Wasser allerdings Steinbutt, Katzenhai, Kliesche und manchmal auch Rochen und Wolfsbarsch.
Auf Flundern mit Gewichten von mehr als 1 kg kann am östlichen Ende des Kanals genagelt werden. Vor allem ein langsam bewegter Sandaal als Köder ist für viele Fische unwiderstehlich. Auch Meerforellen fallen manchmal darauf rein. Sandaale lassen sich bei Ebbe auf den flachen Bänken des Fintragh Channel (A) finden.
An der Ostseite des Kanals liegt eine kleine isolierte Bucht, die von den Einheimischen
Nun’s Cove (9) genannt wird. Hier bringt Uferfischen nahezu das ganze Spektrum an Plattfisch an den Haken, einschließlich Flunder, Scholle, Kliesche, Steinbutt und gelegentlich Seezunge. Beste Zeit ist Hochwasser und beste Köder sind weißer Seeringelwurm und Sandaal.
Am Drumanoo Head (10) liegen einige felsige Aussichtspunkte. Dort kan nah am Felsen in einer Tiefe von bis zu 10 Metern geangelt werden. Spinner sind erfolgreich auf Makrele, Pollack und gelegentlich Hornhecht. Grundangeln bringt Conger bis 9 kg und Dornhai bis 5,5 kg an den Haken. Beim Posenangeln mit Krabbe oder Ringelwurm werden Lippfische bis 2 kg gefangen und auf sandigen Flecken Kliesche und Katzenhai.
Killybegs (11) ist Ireland’s größter Fischereihafen und Heimat von einigen Giganten in der irischen Flotte. Manche Schiffe an den Kais sind über 60 Meter lang. Um die Bedürfnisse der Fangschiffe zu befriedigen, wurde dort eine der besten Slipanlagen im County Donegal gebaut. Kleine Boote können dort problemlos zu Wasser gelassen und Autos und Trailer in der Nähe geparkt werden. Im Hafen liegen auch einige Charterboote und über die erwähnte Thunfischsaison im Herbst gibt es eine Vielzahl von Arten, auf die von dort aus geangelt werden kann. Zu kapitalen Fängen zählen Blauhaie mit über 54 kg, Conger bis 22 kg, Pollack bis 6 kg, Petersfische bis 2,25 kg, gefleckter Lippfisch bis 2,4 kg, Kleiner Katzenhai bis 1,6 kg und Kuckuckslippfisch bis 700 Gramm.
Das tiefe Wasser im Hafen und die vielen Fischabfälle, die von den Kuttern über Bord gehen, halten große Meeräschen-Schwärme im Hafenbecken. Posenangeln oder kleine Köder an freier Schnur sind hier die Methoden der Wahl, um Meeräschen zu überlisten. Allerdings ist eine Landehilfe nötig, da der Wasserspiegel bis zu 3 Meter unter dem Pier liegen kann: Große Meeräschen können nicht einfach so aus dem Wasser gehoben werden, weil dann der Haken aus ihrem weichen Maul ausschlitzt. Im Hafen wurden bereits Graue Meeräschen mit einem Gewicht von 3,5 kg gefangen. Darunter war auch ein irischer Rekordfisch.
Geduldige Angler, die nachts mit großen Ködern auf dem Grund des Hafens angeln, werden mit großen Congern belohnt. 27 kg wog der schwerste und viele Angler schwören, noch größere verloren zu haben. Wenn Sie also glauben, große Meeräschen zu landen sei problematisch, dann sollten sei versuchen, sich in einen der Killybegs Conger zu verstricken.
In Killabegs kann in zahlreichen Geschäften Angelgerät gekauft werden. Im oberen Bereich des Hafens, dort wo der Stragar River (B) in die Bucht mündet, können bei Ebbe Wattwürmer ausgegraben und am Ostufer Krabben im Seegras oder unter Steinen gesucht werden.
Auf derselben Hafenseite liegt etwa 3 km weiter südlich einer der besten Plätze zum Uferfischen in der Donegal Bay. Dort befindet sich die Gunwell (11), benannt nach einer Geschützbatterie aus dem Ersten Weltkrieg. Der Platz ist nahezu einzigartig: Man angelt mit Graß unter den Füßen, an der Kante einer Weide, mit der Aussicht auf bis zu 18 Meter tiefes Wasser. Angeln mit Fisch als Köder nah am Felsen bringt Conger. Mit Wurm- oder Krabbenködern kommen Gefleckte und andere Lippfische an den Haken. Und Spinnfischen zahlt sich aus beim Angeln auf Makrele, Pollack, Köhler, Hornhecht
und Meerforelle.
Nur etwa 20 Meter vom Ufer können Köder auf sandigem Grund abgelegt und etwa Rochen, Katzenhai, Kliesche, Scholle und Flunder gefangen werden. Es werden aber auch wenig bekannte Arten wie Gestreifter Leierfisch, Clingfish, Klippenbarsch und Gestreifter Schleimfisch gefangen. Sandaal, Krabbe und Wurm sind die üblichen Köder. Zum Gunwell gelangt man etwa mit einen 20-minütigen Fußmarsch am Strand entlang, oder über den sehr viel kürzen Weg über ein privates Grundstück. Doch dazu muss eine Erlaubnis eingeholt werden. Am Sand Loop (13) nördlich des Leuchtturms Rotten Island kann über Fels und Sand auf Scholle, Kliesche und manchmal auch Rochen geangelt werden. Makrele, Sandaal und Wattwurm sind die besten Köder.
St. John`s Point ist eine 6 km lange Landzunge. Sie verläuft südwestlich der Straße N56 in Dunkineely. Auf ihr führt eine schmale geteerte Straße bis fast zum Leuchtturm St. John`s an der Spitze der Landzunge. Von den Felsen unterhalb des Leuchtturms können mit Spinnern Köhler, Makrelen und Pollack in großer Zahl gefangen werden. Beim Grundangeln beißen kapitale Lippfische und Conger. Bei Angeln dort ist Vorsicht geboten, weil während oder nach einem Sturm aus Südwest Grundseen oder die Dünung die Felsen überspülen können.
Etwa 5 km vom Leuchtturm entfernt liegt am Ostufer die kleine Bucht von Heelin Port (5). Angeln auf rauem Grund an der Südseite der Bucht bringt Pollack, Köhler und Conger bis 14 kg. Näher am Ufer werden bei Flut auf Sand Flunder, Kliesche und Katzenhai gefangen.
Von Mountcharles aus verläuft eine Straße entlang der Westseite des Hafens von Donegal bis zum Kai in Salthill (16). Dort können an einer Slip je nach Tide Boote zu Wasser gebracht werden, um im Hauptkanal auf Rochen und Hundshai zu angeln. Bei auflaufendem Wasser werden Hundshaie auch vom Kai aus gefangen. Beste Zeit ist Juni-Juli und bester Köder frische Makrele und Tobiasfisch.
An den Kais in Donegal (17) können kleine Boote zwei Stunden vor und nach der höchsten Tide geslipt werden, um im Ästuar des River Eske zu angeln. In Stadtnähe überwiegen noch Flundern. In der Nähe der Mündung wird das Wasser dann tiefer und es kann im Sommer auf Hundshai und Katzenhai geangelt werden. Seeteufel beißen in dem 13 Meter tiefen Loch, das südlich der Jugendherberge von Hassans zu finden ist. Im Hafen gibt es im Sommer viele Meeräschen und anfüttern am Grund bringt sie zu den an Posen angebotenen Ködern. Meerforellen nehmen Spinner oder mit der Fliegenrute präsentierte Streamer bei Flut oder wenn das Wasser abzulaufen beginnt. An der Hauptstraße liegt ein gut sortierter Angelladen. Südlich von Donegal befindet sich Bells Island (C). Dort kann im Bereich des Golfclubs am Ästuar nach Wattwürmern gegraben werden.
Von der Straße N15 in Ballintra zweigt die R231 ab und führt zu einem großen Parkplatz hinter einem von Donegals beliebtesten Stränden in Rossnowlagh (18). Bei schönem Wetter ist dort Angeln wegen der vielen Menschen tagsüber nicht möglich. Gefischt wird deshalb bei nächtlichem Hochwasser oder in den kühleren Monaten April, Oktober und November.
Vor allem bei aufgewühlter und hoher Brandung kann Rossnowlagh sehr lohnend für geduldige Angler sein. Wolfsbarsche bis 5 kg wurden dort schon gefangen und Flundern über 1 kg sind nicht ungewöhnlich. Nachts gehen zudem Kliesche, Scholle, Rochen und Katzenhai an den Haken. Sandaal ist mit Abstand der beste Köder an diesem Strand, gefolgt von Watt- und Ringelwurm sowie Makrelenstreifen.
Von der R231 zweigt 3 km weiter südlich eine schmale Straße ab zum Kai und Bootsslip in Creevy (19). Ein Charterboot operiert hier seit einigen Jahren und obwohl die Hafeneinfahrt von der Tide abhängt, ist das Boot durchaus erfolgreich. Bei Ebbe können kleine Boote nicht geslipt werden und Angler müssen bei extremen Ebben während Springtiden manchmal bis zu zwei Stunden auf ausreichend Wasser unter dem Kiel warten. Bootsangeln ist allerdings exzellent auf Hundshai und Rochen in dem Gebiet zwischen Kildoney Point im Südosten und Doorin Point im Nordwesten.
Im tieferen Wasser vor St. John’s Point kann auf eine Vielzahl von Arten einschließlich Pollack, Dorsch, Köhler, Lippfisch, Leng, Conger und Wittling geangelt werden. Sogenannte Red- oder White Feather Devil Rigs mit etwas Makrele oder Seeringelwurm fangen gut. Angeln bei Flut vom Creevy Pier bringen Gefleckte und andere Lippfische sowie Pollack, Köhler, Makrele, kleine Conger, Katzenhai, Kliesche und Scholle.
Westlich von Ballyshannon können im Ästuar des River Erne (20) Meerforellen mit Spinner oder Fliege bei auflaufender Tide gefangen werden. Flundern kommen zahlreich vor, sind aber eher klein. Am Kai in Ballyshannon können kleine Boote geslipt werden, um im Ästuar zu angeln. Bei ruhigem Wetter ist das Angeln über die Ballyshannon Bar hinaus auf Rochen, Kliesche, Knurrhahn und Scholle möglich. Wattwürmer und Krabben finden sich bei Ebbe in Abbey Bay (D) am Nordufer des Kanals.
Die N15 verläuft von Ballyshannon 6 km in südwestlicher Richtung bis Bundoran (21). Die Stadt ist bei Urlaubern sehr bliebt und hat alle Tourismusfallen, vom Rummelplatz bis hin zu Souvenirläden. Am Pier wird bei Flut auf Pollack, Lippfisch und Conger geangelt. Das Slip kann eine Stunde vor und nach Niedrigwasser nicht genutzt werden. Es ist für kleine Boote gleichwohl ein guter Ausgangspunkt, um im inneren Bereich der Donegal Bay auf Hundshai, Rochen, Katzenhai, Pollack, Dorsch Knurrhahn und Wittling zu angeln.
Südwestlich von Bundoran verläuft die N15 parallel zur Küste durch einen kleinen Teil des Bezirks Leitrim. Das Wasser ist dort flach, voller Felsen und Kraut und somit wenig einladend. Im Bezirk Sligo weichen die Felsen immer mehr dem Sand und in Mermaids Cove kann dann im Herbst ganz ausgezeichnet über sandigen Flecken auf Dorsch, Katzenhai, Flunder und Kliesche geangelt werden. Die beiden ersten Stunden der auflaufenden Flut sind am besten. Und Sandaal, Wattwurm und Krabben sind die besten Köder.
Hinter den letzten Felsen des schönen Strandes von Mullaghmore (22) kann im Herbst ganz exzellent nachts auf Dornhai, Katzenhai, Kliesche und Rochen geangelt werden. Sandaal und Wattwurm sind hier die besten Köder. Kapitale Meeräschen mit über 2,7 kg sowie kleine Pollack und Lippfisch können beim Posenangeln vom Pier gefangen werden. Am Grund wird im Wasser der sich brechenden Wellen auf Scholle, Kliesche, Katzenhai und seltener Rochen geangelt. Am fängigsten ist auflaufendes Wasser in der Nacht. In Mullaghmore liegt ein von den Gezeiten abhängiges Slip und einige Charterboote operieren dort im Sommer. Bestes Bootsangeln ist um Inishmurry Island möglich, wo Hundshai, Dornhai, Pollack, Leng, Köhler und Dorsch dominieren. Bis zu 15 Hundshaie pro Boot sind im Sommer nicht ungewöhnlich. Doch die Haie werden alle markiert und lebend zurückgesetzt. Auch auf Blauhai wird bevorzugt geangelt und Fische mit einem Gewicht von 55 kg wurden schon gefangen.
Meeresangeln in Donegal: