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Das nahezu vom Meer abgeschlossene Lough Foyle bildet eine natürliche Grenze zwischen den Verwaltungsbezirken Bezirk (County) Derry in Nordirland und Donegal in der Republik Irland. Die Seen und Flüsse im Einzugsgebiet des Foyle werden von der grenzüberschreitenden „Loughs Agency” verwaltet. Aufgabe dieser Regierungsorganisation ist das „effektive Management, die Entwicklung, Erhaltung und Werbung für das Süß- und Salzwasserangeln in den Loughs Foyle und Carlingford”.

Unterhalb der Küstenstraße R238 findet man nördlich von Muff in der Nähe von Quigley´s Point (A) am Strand Stellen mit Wattwürmern, die bei Ebbe leicht ausgegraben werden können. Kleinere Ringelwürmer sind dort auch vorhanden. Krabben können in den Abschnitten mit Seegras im Sommer gesammelt werden.
Bei Flut können im Sommer vom Old Pilot Pier (1)aus Makrelen mit Spinnern gefangen gefangen. Weiter draußen gehen Flunder, Kliesche, Hundshai und gelegentlich auch Rochen an den Haken. Anfüttern neben dem Landungssteg lockt Meeräschen an.
An einem alten Slip (Bootsrampe) können bis zwei Stunden vor und nach der Flut kleine Boote zu Wasser gelassen werden. Ein weiteres Slip befindet sich in Moville (2). Auch dort kann vom Pier auf Makrelen und Meeräschen mit Schwimmer geangelt werden. Grundangeln bringt Conger; kapitale Fische mit einem Gewicht von über 18 kg wurden bereits gemeldet.
Greencastle (3) ist ein lebhafter Fischereihafen und zugleich Anlaufstelle der Fähre über das Lough. Angeln auf Grund vom Pier bringt vor allem nachts oftmals Conger. Posenangeln ist auf eine Vielzahl von Arten erfolgreich, darunter Lippfisch, junge Köhler, Makrelen und Meeräschen im Sommer. Am Slip im Hafen können Boote meist unabhängig von der Tide zu Wasser gelassen werden.
Das Lough ist in den Engstellen zwischen Greencastle und Magilligan Point relativ flach, die tiefsten Stellen reichen bei Ebbe selten über 18 Meter hinaus. Der Hauptwasserweg verläuft entlang des Donegal-Ufers und ist fast auf seiner gesamten Länge bis zur Stadt Derry mit Bojen markiert.
Angeln vom Boot ist zudem westlich von McKinney’s Bank möglich, dort wo die Kante an der Saltpans Buoy (Boje) gegenüber von Moville von 10 auf 18 Meter abfällt. Grundangeln über einer Mischung aus Sand, Kieseln und Schlamm bringt Katzenhai, Rochen und Flunder an den Haken sowie Kliesche und gelegentlich Scholle. Im Sommer ziehen Schulen von Makrelen ins Lough und ihnen folgen gelegentlich Hundshaie. Zumeist wird vom verankerten Boot aus geangelt, doch Vorsicht ist geboten: Auf der mit Bojen markierten Wasserstraße haben Schiffe das Vorfahrtsrecht.
Im Nordosten von Greencastle können am Leuchtturm von Dunagree Point (4) je nach Saison Pollack, Köhler und Makrelen mit dem Spinner oder mit natürlichen Ködern an der Pose gefangen werden. Lippfische bevorzugen Krabben oder Ringelwurm als Köder. Doch Vorsicht: Die Steine dort können bei schlechtem Wetter sehr glatt und schlüpfrig sein.
In Kinnogue Bay (5) bringt das Angeln von den Felsen am östlichen und westlichen Ende der Bucht Köhler, Pollack und Lippfisch. Wird am Strand unterhalb des Parkplatzes geangelt, darf mit Flunder, Kliesche und Scholle gerechnet werden, gelegentlich gehen aber auch Steinbutt, Wolfsbarsch und Meerforellen an den Haken.
Das Uferangeln in Tremore Bay (6) ähnelt dem in Kinnogue. Am westlichen Ende der Bucht stehen Pollack, Köhler und Lippfisch über den Felsen. Bei Flut kann Brandungsangeln über sandigen Flecken erfolgreich sein auf Flunder, Kliesche, Scholle und gelegentlich auch Wolfsbarsch und Meerforelle.
Strandangeln in Culdaff (7) ist im späten Sommer und frühen Herbst am erfolgreichsten auf Flunder, Katzenhai, Kliesche, Steinbutt und gelegentlich auch Wolfsbarsch und Meerforelle. Der Fang von bis zu 20 Plattfischen bei auflaufendem Wasser ist nicht ungewöhnlich. Zu den besten Ködern gehören Sandaal, Makrelenstücke und Wattwurm. Bis zu 20 kg schwere Conger wurden vom Bunagee Pier an der Westseite der Bucht von Culdaff gefangen. Die Felsen nördlich des Piers sind ein guter Platz, um saisonal auf Makrele sowie auf Pollack, Köhler und manchmal sogar Dorsch zu angeln.
Kleine Boote können an dem Slip neben dem Pier zu Wasser gelassen werden, um in dem Abschnitt zwischen Glengad Head und Dunmore Head zu angeln. Dies ist eine hervorragende Stelle für Roten Knurrhahn (bis 900 Gramm) sowie für Scholle, Rochen, Steinbutt, Dorsch, Petersfisch und Wittling. Fänge von bis zu 20 Fischen am Tag sind dort durchaus möglich.
Bemerkenswert ist zudem das erstklassige Angeln auf Hundshai von Mitte Juni bis Mitte September. In früheren Jahren wurden bis zu 30 Haie am Tag gefangen, das Rekordgewicht lag bei knapp 23 kg.
Am Pier befindet sich überdies ein Charterboot-Anbieter, der auf Ausfahrten zum Wrackangeln in den Northern Approaches spezialisiert ist: Vor der Küste operierten währen der beiden Weltkriege deutsche U-Boote und versenkten dort hunderte Frachtschiffe, die Truppen, Verpflegung und Ausrüstung über den Atlantik für die Alliierten brachten. Einge der Frachter liegen in großer Tiefe und sind noch nie beangelt worden. Zu den Wracks innerhalb eines Radius` von 25 Seemeilen gehört die im ersten Weltkrieg versenkte „Athenia“; sie war ein 9.000-Tonnen-Frachter und liegt in 60 Meter Tiefe. In 55 Meter liegt der Frachter „Cumberland“ (11.000 Tonnen) und die gar 35.000 Tonnen schwere „Justicia“ liegt in 70 Meter Tiefe.
An diesen Wracks wurden schon viele kapitale Fische gefangen, darunter Leng mit mehr als 11 kg, Köhler mit 7 kg und Pollack mit mehr als 6 kg. Und jedes Jahr gehen um diese Wracks Ende August bis Anfang September immer wieder Heringshaie mit mehr als 45 kg an den Haken.
Unmittelbar bevor der Culdaff River (B) am westlichen Strandende ins Meer mündet, verbreitert sich der Fluss hinter den Sanddünen zu einem kleinen Ästuar. Dort können am Ufer Wattwürmer gefunden werden Saandaale ausgegraben werden, wo der Fluss den Strand überquert.
Spinnangeln und Naturköderfischen mit der Pose bringen an verschiedenen felsigen Aussichtspunkten am Glengad Point Pollack, Makrele, Lippfisch und Köhler. Am Grund angebotene Köder locken Conger, Katzenhaie und Seequappen an.
Malin Head (9) ist der nördlichste Punkt von Irland. Dort ist auch eine Wetterstation zu Hause, die oft in den Seewetterberichten für den Nordatlantik erwähnt wird. Die Straße R242, die sich dort entlang der Landspitze windet, ermöglicht eine spektakuläre Sicht auf das tief unten liegende Meer. Ein Großteil der Landspitze ist für Angler unzugänglich. Allerdings kann vom Pier an der Nordostseite bei Flut in tiefem Wasser mit Spinner, Schwimmer oder am Grund geangelt werden. Zumeist werden Köhler, Lippfisch, Conger Katzenhai und Kliesche gefangen. Angeln auf Makrele ist im Sommer bei einer abendlichen Flut am besten.
Von den Felsen am dem nördlichen Ende der Landspitze ist Angeln ebenfalls möglich. Doch Vorsicht! Dies gilt nur bei stabil schönem Wetter und niemals bei Nordwind, weil dann gefährlich hohe Wellen an die Küste schlagen. Dort wurden bereits Pollack mit einem Gewicht von mehr als 3,5 kg und Gefleckte Lippfische mit über 2,25 kg gefangen. Aber auch Köhler, Conger und Katzenhai kommen vor.
Südlich des Malin Heads liegt der malerisch schöne Five Fingers Strand (10). Der flache Strand mit goldnem Sand ist im Sommer für Picknicks und zum Baden sehr bliebt. Bei schönem Wetter ist des deshalb unmöglich, tagsüber dort zu angeln. Aber wenn die letzten Tagesgäste den Strand verlassen haben, kehrt die Ruhe zurück. Sandaal, Makrelenstücke oder Seeringelwurm sind dann hervorragende Köder bei einer auflaufenden Flut, vor allem in der Dämmerung.
Meerforelle, Scholle und Flunder können bei jedem Seegang gefangen werden. Werden die Wellen aber wild bewegt, sind die Seewölfe nicht weit. Nach Einbruch der Dunkelheit bringen größere und weit hinausgeworfene Köder Katzenhaie, Dornhaie und gelegentlich auch Rochen.
Am Ufer des Ästuars im Norden der Trawbrega Bay (C) gibt es reichlich Wattwürmer. Die Stelle liegt dort, wo die Straße R242 vom Strand nach Osten in Richtung Malin Village abknickt. Sehr viele Wattwürmer können aber mit der Gabel am südlichen Ende der Straßenbrücke in Malin ausgegraben werden. Das Vorufer ist allerdings sehr schlammig.
Von der Stadt Carndonagh aus verläuft die R238 nordwestlich parallel zur Südküste der Trawbrega Bay. Dort, wo sie nach Süden abschwenkt, etwa 3 km vor Ballyliffin, zweigt eine kleine Straße nördlich nach Doagh Island (11) ab. Sie ermöglicht leichten Zugang zur südlichen Seite des Flussbetts in Richtung Trawbrega Bay.
Spinnfischen mit Popper oder unbeschwerten Sandaalen vom Ufer bei auflaufendem Wasser kann erfolgreich sein auf Meerforellen im Sommer und gelegentlich Wolfsbarsch im Herbst. Grundangeln mit Krabben oder Wurm lockt (Süßwasser-)Aale, Flunder und Katzenhaie an den Haken.
An der westlichen Seite von Doagh Island liegt die Pollan Bay (12). Sie ist wie viele Buchten in der Region flach, das Wasser glasklar und bei Tageslicht nicht zu empfehlen. Bei einer Flut am Abend können dort allerdings Flundern, Klieschen, Steinbutt, Meerforellen und gelegentlich Seewölfe gefangen werden. Sandaal, Makrelenstücke oder weißer Seeringelwurm sind dann hervorragende Köder
In Binnion (13), im Südwesten der Pollan Bay, liegt ein interessanter felsiger Küstenabschnitt. Dort ist das Wasser bei mittlerem Wasserstand 7 Meter tief. Ufernah ist der Grund zwar sehr felsig und Geräteverlust nahezu unvermeidlich. Doch mit Würfen von über 90 Meter können einige sandige Flecken erreicht werden. Sie sind vom Ufer aus mit Polarisationsbrillen leicht auszumachen. Über dem Sand werden Klieschen, Rochen und Katzenhaie gefangen. Spinnfischen im Sommer ist gut auf Pollack und Makrele, während Naturköder am Schwimmer oder auf Grund in der Nähe der Felsen Köhler und Lippfisch anlockt.
In Clonmany zweigt eine kleine Straße von der R238 in Richtung Norden ab. Sie führt nach 3 km zum Tullagh Strand (14). Dort fangen Angler vom Ufer aus und vor allem nachts Aal, Wittling, Flunder und Kliesche. Bei etwas bewegterem Wasser können dort auch Meerforellen und Seewölfe an den Haken gehen.
Am östlichen Ufer des Tullagh Point (D) lassen im Seegras Krabben sammeln, Wattwürmer gibt es am östlichen Ende der Bucht.
Blickt man vom Kap des Dunaff Head (15) aus mit dem Leuchtturm auf Fanad Head im Westen, dann sieht man die Mündung des Lough Swilly. Dessen südliches Ufer schwingt bis zu 40 Kilometer ins Landesinnere in Richtung der Stadt Letterkenny. Die südliche Seite der Spitze ist der beste Platz zum Angeln. Dort können verschieden Barsch- und Lippfischarten mit Krabbe als Köder gefangen werden. Pollack und Makrele gehen im Sommer bei Flut an den Haken. Gute Kunstköder sind Gummifisch und sogenannte Redgill Lures. Conger können mit größeren Naturködern am Grund erbeutet werden.
Südlich von Dunaff Head liegt die Felsformation Lenan Head (16). Dort bietet das Nordufer im Sommer exzellentes Spinnfischen auf Pollack und Makrele. Angeln mit Schwimmer über felsigem Grund bringt Lippfisch und Köhler. Weitere verschiedene Arten können vom Pier aus und den Felsen an der südlichen Seite gefangen werden. Direkt am Pier werden mit Naturköder Köhler, Lippfisch und Pollack und große Sandaale gefangen. Weiter draußen, über sandigem Grund und in 10-12 m Tiefe finden sich Rochen, Katzenhai, Dorsch, Steinbutt und Kliesche. Die drei letzen Stunden einer Flut sind am produktivsten.
Südlich der Festungsanlage (ein Relikt aus den Napoleonischen Kriegen und einer späteren Kaserne) am Dunree Head (17) sind verschiedene Aussichtspunkte. Von ihnen aus können auch Pollack, Köhler, Katzenhai und gelegentlich Conger gefangen werden. Die beste Zeit dafür ist Juli bis September.
Wattwürmer finden sich schnelle am Strand von Stragill (E) unterhalb von Dunre. Sie sind allerdings etwas klein. Größere Würmer gibt es an der Linie des Niedrigwassers. Doch sie sind tief im Sand versteckt und müssen deshalb einzeln ausgegraben werden. Das ist mühsam und wenig produktiv.
Vom alten Pier in Buncrana (18) wird im Sommer mit Schwimmer auf Makrele geangelt. Weitwürfe auf sandigen Grund bringen Rochen, Katzenhai, Wittling und Klieschen an den Haken. Manchmal lassen sich Meerforellen von einem Spinner verführen. Die beste Zeit zum Angeln ist hier zwei Stunden vor und nach der höchsten Tide. Wenn es allerdings im Hinterland anhaltend regnet und die Flüsse Swilly, Mile Water und Cranna viel Wasser in das Lough bringen, ziehen sich die Meeresfische von der Küste zurück. Nur die Meerforellen bleiben von dem vielen Süßwasser unbeeindruckt.
Dieser negative Effekt gilt auch für die Fischerei um Fahan (19). Das Angeln ist auch dort während einer trockenen Schönwetterperiode am besten. Wenn dann die Flut in den beiden ersten Stunden das Flussbett hinaufzieht, dürfen Angler auf Rochen, Katzenhai und Flunder hoffen.
Meeresangeln in Donegal: